Bonjour & Freundlichkeit

Die 2. Woche meiner Auszeit hat begonnen und ich kann gar nicht glauben, dass ich erst knapp eine Woche hier bin. Das Leben am Meer ist einf...

Die 2. Woche meiner Auszeit hat begonnen und ich kann gar nicht glauben, dass ich erst knapp eine Woche hier bin. Das Leben am Meer ist einfach ein anderes, das habe ich schon als Kind so empfunden, wenngleich ich an der Ostsee aufgewachsen bin und nicht am Mittelmeer. Mein Vater ist zur See gefahren und so hat unsere Familie eine sehr enge Bindung zum Meer. Unsere Betonsiedlung war nur 3 km von Warnemünde entfernt. Ja, großartig! Im Sommer fuhren wir nach der Schule mit dem Fahrrad zum Strand und im Winter gingen wir am Meer spazieren, bis die Ohren schmerzten. Danach versuchten wir einen Platz in der “Milchbar“ oder im “Goldbroiler“ zu ergattern. Die Ossis unter Euch wissen jetzt bescheid:-)
Tage am Meer laden zum chillen, faulenzen und tagträumen ein und lesen steht ganz oben auf meiner Liste mit Strandbeschäftigungen. Mein aktuelles Buch ist die “Gebrauchsanweisung für die Welt“ von Andreas Altmann. Als “Touri“ gehöre ich zwar zu seinem Feindbild und bekomme ordentlich was ab. Aber ich tröste mich damit, dass vermutlich auch Herr Altmann mittlerweile, die Vorzüge eines bequemen Hotelzimmers zu schätzen weiß, er wird ja auch nicht jünger….
Herr Altmann widmet einem Thema ein ganzes Kapitel in besagtem Buch, das auch mir, trotz anderer Gesinnung, unglaublich am Herzen liegt. Der Freundlichkeit. Ich würde es gerne noch um Höflichkeit ergänzen. 
Ich verbringe meine Auszeit in einem wunderschönen kleinen Hotel, an einem der schönsten Orte der Welt. Die Sonne strahlt und die Menschen genießen hier, einige ihrer wohlverdienten Urlaubstage. Grund genug den ganzen Tag zu stahlen, glücklich zu sein und seine Mitmenschen daran teilhaben zu lassen.
Aber Ihr glaubt nicht was passiert. Ein Großteil der Urlauber schafft es nicht, beim betreten der überschaubaren Poolbar, (4 Tische) zum Frühstück, GUTEN MORGEN, BONJOUR oder ähnliches zu wünschen. Oder einem anderen Menschen ein fröhliches Lächeln zu schenken. Am Pool verhält es sich nicht anders und und vermutlich klemmt die gute Erziehung im restlichen Leben auch. Zur Not kann man ja immer noch unbeteiligt auf sein Handy starren, dann muss man der älteren Dame im Bus nicht den Platz anbieten. Erschreckenderweise Frauen und langweilige, hübsche, blonde Mädchen allen voran. Wie sollen ihre Kinder Freundlichkeit lernen? Wie sollen ihre Kinder lernen höflich zu sein, wenn ihre Eltern nicht einmal ein GUTEN MORGEN für den Rest der Welt übrig haben???
Ich habe mich längst daran gewöhnt, dass Menschen in meinen 20 qm Laden kommen, in dem ich schwer zu übersehen bin, ohne ein GUTEN TAG und ein AUF WIEDERSEHEN. Dennoch ich gebe nicht auf. Ich nötige sie auch weiterhin mit Lächeln, Begrüßungen und Verabschiedungen!!!
Wenn Menschen nur wüßten, was Ihnen entgeht, welche Gespräche und unterhaltsamen Bekanntschaften sie verpassen, die durch ein nettes HALLO oder ein Lächeln entstehen können. Natürlich sollten Frauen nicht wie dämlich grinsende Hinduhkühe jeden Mann anstrahlen, insbesondere wenn sie allein unterwegs sind. Das kann durchaus falsche Zeichen symbolisieren, es sei denn, sie wollen gewisse Zeichen setzten…












In diesem Sinne
EINEN SCHÖNEN ABEND
XOXO Tonja

Hotel Villa d´Andrea: HIER

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5 Kommentare

  1. Hallo Tonja,
    Ich bin das erste Mal auf deinem Blog und ich bin begeistert von deiner Schreibweise und wie du mich dadurch fesselst weiter zu lesen. Das, was du zu dem Lächeln und Begrüßen geschrieben hast, ist so wahr. Leider fällt es manchen Menschen so schwer. Schade, denn, wie du schon sagtest, sie verpassen sehr viel. Aber ich finde es toll, dass du nicht aufgibst. Das tue ich auch nicht, obwohl es mir manchmal schon schwer fällt, wenn einem jemand grimmig entgegen tritt. Aber gerade dann, kann man durch ein einfaches Lächeln oder ein nettes Wort diesen Menschen aus der Reserve locken. 😘 Ganz liebe Grüße von Claudia (claudis.home.style bei Insta)

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  2. Hallo Tonja,
    Ich bin das erste Mal auf deinem Blog und ich bin begeistert von deiner Schreibweise und wie du mich dadurch fesselst weiter zu lesen. Das, was du zu dem Lächeln und Begrüßen geschrieben hast, ist so wahr. Leider fällt es manchen Menschen so schwer. Schade, denn, wie du schon sagtest, sie verpassen sehr viel. Aber ich finde es toll, dass du nicht aufgibst. Das tue ich auch nicht, obwohl es mir manchmal schon schwer fällt, wenn einem jemand grimmig entgegen tritt. Aber gerade dann, kann man durch ein einfaches Lächeln oder ein nettes Wort diesen Menschen aus der Reserve locken. 😘 Ganz liebe Grüße von Claudia (claudis.home.style bei Insta)

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  3. Guter Beitrag 💕
    Wir waren gerade 4 Wochen auf Hawaii. Und fast jeder war freundlich, relaxt, hatte ein paar Worte für uns und war offen. Die Amerikaner haben zwar viele Macken, aber sie strahlen so eine Offenheit aus. Und Fremden gegenüber sowieso. Da bin ich immer wieder geschockt, dass sich Menschen beim Bäcker vordrängeln, nicht grüssen, usw.
    Ich versuche täglich positiv zu strahen.
    Klar mir geht es gut, aber ich habe auch schon sehr dunkle (kranke) Stunden erlebt.
    Doch was soll es, wir haben nur dieses eine Leben. Right?
    Manuela aka fishywave (Instagram)

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    1. Beim Bäcker vordrägeln, ja das kenne ich auch:-) Wie albern das ist:-) Lg. Tonja

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